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Sonntag, 9. August 2015

Finstergrün Tagebuch Tag 1: Reise Reise

An einem Tag wie diesem ist der Stress schon vorprogrammiert, möchte man meinen. Ich bin um 7:00 aufgestanden um, wie auch schon für Pilsen, Sandwiches für die Gruppe zu machen. Immerhin ging die Fahrt diesmal erst um 11:00 los und das ist, obwohl ich als Betreuerin schon um 10:15 da sein sollte, viel besser als 06:00 nach Pilsen.

Dann war auch alles fertig, die letzten Sachen eingepackt und los geht’s nach Regensburg. Dort angekommen waren wir zwar die ersten, blieben aber nicht lange allein. Wir konnten natürlich auch nicht nur rumstehen, denn jeder hatte eine Aufgabe zugeteilt bekommen. Ich zum Beispiel war mit Eva und Elli für die Anmeldung A-J zuständig und habe bis kurz vor 11 gewissenhaft Umschläge bekommen und in die drei netterweise vorgefertigten Kartons gepackt.

Dann kam auch die sehnlichst erhoffte Abfahrt. Max und ich saßen mit Franky und Frau Sommer in Bus 2, dem blauen und wohl am schlechtesten klimatisierten Bus. Zwischendurch wurde es heiß und dann kalt, aber nie Kühlschrankkälte (Bus 1). Trotzdem hatten wir natürlich viel Spaß! Ich konnte ein französisches Buch lesen – danke Antoine – Max hatte ein Lustiges Taschenbuch zu seiner Beschäftigung und wir konnten super Weinblätterteilen probieren – danke für beides an Muhammed-Ali. Die Busfahrt lang haben wir viele Fragen beantwortet (wie lang dauert’s noch??), Musik gehört, gelesen und gegessen. Das 6 Stunden lang könnte man fast als Luxus bezeichnen.

Max und ich

Und dann kamen wir endlich (wohoo!) auf der Burg Finstergrün an. Als Betreuerin war es dann meine Aufgabe, den mörderischen Berg zu bewältigen und dann, oben angekommen, meinem zu betreuenden Zimmer das Zimmer zu zeigen. Das Problem, dass ich eigentlich auf zwei Zimmer aufpassen soll, war schnell gelöst, weil ein Zimmer noch eine zweite Betreuerin – Lotte – hat. Also bin ich mit der Turmwächterstube in die Turmwächterstube und habe mit den Kindern ausgemacht, dass ich aus Zeit-bis-zum-Abendessen-Gründen anfange, die Betten zu beziehen, wenn die Damen ihr Gepäck holen. Als sie 15 Minuten später noch nicht zurück waren, habe ich sie mal gesucht und sie dann beim Abendessen wiedergefunden. Das Gepäck war noch nicht da, deswegen holen sie es nach dem Abendessen und dann beziehen sie auch ihre Betten fertig. Na gut, das hat ja fast geklappt. Bei einem der Speisesäle bin ich als Speisesaalbeauftragte immer dabei und da habe ich dann das zweite Zimmer sozusagen kennengelernt. Weil Lotte mir von Startschwierigkeiten erzählt hat, haben wir auch gleich ausgemacht, dass wir zusammen nochmal hoch gehen, aber das erst nachdem wir auch gegessen haben.

Also haben wir uns noch Essen aufgetrieben und sind dann für eine grandiose Viertelstunde vor der Besprechung ins Zimmer. Wir haben den Kindern geraten, zu versuchen, die „Anderen“ im Zimmer ein bisschen kennen zu lernen und ich glaube, das hat gefruchtet. Nach der Fackelwanderung war es nämlich schon viel besser. Apropos Fackelwanderung. Wir gehen traditionell jedes Jahr auf eine Fackelwanderung, also war auch dieses Jahr kein Entkommen. Für Niemanden. Egal wie viel die Kinder argumentieren wollten.

Die Burg von einem anderen Blickwinkel (Foto: Burg Finstergrün)
Für die Kinder von Chor B hieß es dann ab ins Bett und Chor C durfte noch besprechen. Ganz kurz, dann mussten die Keyboards aufgebaut werden, zumindest die, die schon da waren. Die Betreuer mussten nicht Technik schleppen sondern hatten währenddessen eine weitere Besprechung über die Zimmer und den nächsten Tag. Es muss ja schließlich wieder einen Tagesplan geben.
Nach dem ganzen Besprechen dachte ich mir, da könnte man ja gleich weiter machen und habe mir einzelne Geisterbahnleute bestellt. Die will nämlich auch geplant sein. Als das Besprechen in unterschiedlichsten Formationen dann wirklich ein Ende hatte, wurde ich noch Zeuge einer sehr witzigen Wattenrunde, die Mark und Klemens haushoch gewannen (7 Maxe in einer Reihe, glaube ich, ich kenn mich aber nicht aus) und unter der Lukas und Philip sehr litten.

Alles in Allem ein gelungener Tag, und es kommen ja noch so viele! 



Samstag, 8. August 2015

Finstergrün #1: Packfreude

Heute geht's los! Um genau 11:00 Uhr vormittags ist die Anfahrt der drei Busse am Infineon Parkplatz in Regensburg geplant. Die Betreuer sind ab 10:15 Uhr vor Ort um die Ankunft aller Mitfahrer zu überprüfen und so weiter und so fort. Aber die Anfahrt ist ja nicht das wichtige. Heute kommen wir ja auch noch an auf unserer Lieblingsburg! Finstergrün wird mal wieder für eine Woche mit ca. 150 Kindern und Jugendlichen gefüllt, die singen wollen. Wir freuen uns schon riesig auf diese Chorfahrt und hoffen dass alles den Erwartungen der Erstfahrer entspricht. Für alle, die schon einmal auf der Burg waren, ist es ja eher ein wiedersehen, was aber wettermäßig alle Erfahrungen vom letzten Jahr widerlegen soll. Angesagt sind ja durchgehend Sonne und angenehme 25°C und mehr.
Mit den Infos kann das Panikpacken der bis jetzt vergessenen Notwendigkeiten ja los gehen: Hat jemand in meinem Zimmer einen Föhn? Gehe ich raften und brauche Bikini und zusätzliches Handtuch? Ist die Zahnbürste auch wirklich drin? Habe ich genug ungesundes Essen für die Fahrt und die Woche in meinem Zimmer? Habe ich sicher keine schicken Klamotten (braucht keiner!) und hohen Schuhe, dafür aber die Wanderschuhe und Sporthose dabei? Habe ich genug Sonnencreme? Brauche ich wirklich die zwei Schminktaschen und mein Glätteisen, oder kriege ich das auf der Burg ausnahmsweise so gemütlich wie alle anderen hin? Brauche ich für die Fahrt ein musikspielendes Gerät oder unterhalte ich mich schon genug mit Freunden?
Viele Fragen, und jeder muss selbst nachschauen. Naja, ich hoffe jeder kann sich jetzt spätestens effizient vorbereiten und fertig packen für die schönste Woche im Jahr (laut Michi, stand auf dem alten Flyer für Finstergrün) !




Grüße, Franky



Freitag, 17. Oktober 2014

20 Jahre Cantemus #5: Das Singen und das Leben

Die 20-Jahr-Feier war für uns Gründungsmitglieder in mehrfacher Hinsicht besonders: Erstens waren die meisten von uns seit Jahren nicht mehr in einer Chorprobe, geschweige denn bei einem Chor-Wochenende dabei. Zweitens haben die meisten von uns seit Jahren nicht mehr gesungen, geschweige denn ein - wenn auch Mini- Konzert durchgestanden. Drittens haben die meisten von uns die meisten von uns schon seit Jahren nicht gesehen, geschweige denn mit ihnen geredet. Fazit: Ein voller Erfolg, auch ohne den vollen Erfolg bei der 20-Jahr-Feier zu berücksichtigen.

Beim Finstergrün Medley reisen die Sänger zum Haus der Musik.
Groß und klein arbeitet zusammen - einfach schön!
Denn was wir dazu beitragen durften, war nicht nur genial arrangiert, sondern auch ein echter Crowd-Pleaser: Roswitha Klar (Rosi) hat zwei Medleys kreiert, nennen wir das eine das Finstergrün-Medley und das andere das Regen-Medley. Warum? Simpel: Das Eine wurde auf Burg Finstergrün Anfang August einstudiert, das Andere beim Probenwochenende Anfang Oktober in Regen-Raithmühle. Gemeinsam hatten sie eine Fülle an Lied-Ausschnitten, die den Chor ausmachen und die den Chormitgliedern wichtig sind.

Das geht beim Finstergrün-Medley vom Chor-A-Musical Urmel aus dem Eis über die Kinderoper Hänsel und Gretel bis hin zum Brahms Requiem. Übrigens eine weitere Gemeinsamkeit, das Brahms Requiem, das auch im Regen-Medley einen hohen Stellenwert innehat. Während in Finstergrün hauptsächlich die kleinen Chorkinder aus Chor A mit ein bisschen Verstärkung von den großen C-lern für das Medley probten, waren in Regen ja tatsächlich nur Gründungsmitglieder und lange Ausgestiegene mit dabei - also die "ganz Alten", wie es ein Chor-A-Mädchen bei der Feier so schön formulierte. Vera Gansbiller war neben Rosi eine derjenigen, die für beide Medleys unverzichtbar geworden ist: In Finstergrün malte sie mit allen Interessierten grandiose Wandbilder auf weißes Laken, in Regen probte sie dann selbst mit. Auch Jana, Andi und Johannes dürfen neben Lissy Besl und Gretl Gansbiller auf keinen Fall ungenannt bleiben - ohne ihre Hilfe wäre wahrscheinlich nichts so gut geworden, wie es dann am Samstag im Antoniushaus war.

Doch zurück zu unserem kleinen Regen-Trip! Circa 35 Erwachsene fuhren für 3 Tage ins Schullandheim. Bizarr, verrückt - und ganz der Chor: Man ist eben doch auf Lebenszeit Mitglied von Cantemus. Noch verrückter ist dann aber, dass das Proben zumindest für diese kurze Zeit auch ohne Matthias funktioniert hat. Rosi hat uns eingesungen und koordiniert, Johannes korrepetiert, also alles ganz anders und doch irgendwie vertraut. Das Singen ist so tief verwurzelt, dass man die Disziplin und das Aufeinanderhören nicht vergisst. Zwar funktionieren bzw. arbeiten Matthias und Rosi natürlicherweise sehr unterschiedlich, doch können sie beide auf eine Gruppe an Sängern zurückgreifen, die seit 20 Jahren (in manchen Fällen etwas weniger) beinahe schon "professionell" singen und mit den Probenprozessen vertraut sind.

Als wäre das nicht genug verwunderlich gewesen, setzte Matthias am Samstag Abend noch einen drauf: Er besuchte uns kurzfristig und schenkte uns ein Jahre überfälliges Wunschkonzert. Ja, das Wort war "schenken". Wenn man die ersten Akkorde eines Liedes hört, das man nicht sofort benennen kann, aber wenige Sekunden später schon vierstimmig zu singen beginnt, dann ist das erschreckend wundervoll und ein Geschenk. Wenn man plötzlich ganz automatisch auf den Nebenmann oder die Gegenüberfrau hört, weil man sich bei den Ton-Intervallen nicht ganz sicher ist, und das dann auf einmal alle 30 Leute gleichzeitig tun, ja dann entsteht so etwas wie ein Sog - ein musikalischer Orkan. Der nicht laut sein muss, doch in jedem Fall - und hier mit jedem Ton - überwältigend ist. Nach einem harten Probentag noch knappe 3 Stunden Wunschkonzert durchzuhalten und da immer noch nicht genug zu haben, das ist Cantemus.
In der Mitte Rosi Klar, die uns das tolle Medley arrangiert hat. Vielen Dank!


Tadaa - geschafft!
Natürlich ist in Regen neben dem Wunschkonzert und dem Zurückfinden zum Chor und alten Liedern auch ein extrem forderndes, doch umso exklusiveres Medley entstanden. Rosi hat sich hierbei sehr viele Gedanken gemacht: Phrasen aus Bugsy Malone, dem Mozart Requiem, Schöpfung und Horrorladen oder Grease zusammen mit Gospel-Ausschnitten und I feel pretty haben eine explosive Mischung ergeben, die auch das Publikum bei der 20-Jahr-Feier gefeiert hat. Könnte auch an unserer höchst professionellen Choreographie von Fat Sams Grand Slam liegen: Cantemus kann nicht nur Töne schaukeln, sondern auch diverse Körperteile.

Danke an alle, die an diesem Abend so viel Spaß hatten (Sally berichtet hier über den Rest des Abends). Und vor allem an diejenigen, die in Regen dabei waren und das Wochenende so besonders werden ließen.

Sonntag, 28. September 2014

Finstergrün #7.9: Abschied

Nachdem alle fertig gepackt haben und alle Zimmer wieder aufgeräumt waren, haben wir uns, wie jedes Jahr, mit Siyahamba vom Küchenpersonal verabschiedet. Zum ersten Mal gab es dieses Jahr auch ein Wunschlied für das Personal: Vater unser. Dann haben wir einladen geholfen und sind nach unten zu den Bussen gelaufen/gefahren.
Leo hat den letzten Moment auf der Burg sehr schön in Panorama festgehalten:


Der Chor und Finstergrün


Und weiter geht's! Die Busfahrt war mal wieder sehr witzig. Wir waren natürlich alle geschafft von der Woche, also mussten wir (beziehungsweise ich) erst mal schlafen. Lukas und Mark waren eher aufgedreht. Dann schlug Linus dieses tolle Autofahrten-Spiel vor, das wohl jeder Vater und jede Mutter immer am allerliebsten spielt: Wer kann am längsten still sein. Alle schlafen, einer nicht. Lukas kann sich einfach nicht mehr still halten und bricht die Stille. Linus hatte schon von Anfang an gewettet, dass er verlieren würde, und Recht behalten. Also ging die Aufregung weiter. Diesmal war ich aber auch ausgeruht genug. Die Jungs fingen an Fifa auf dem Computer zu spielen, natürlich mit X-Box-Controllern. 3 Jungs, 2 Controller? Naja, muss man sich eben abwechseln.
Wer nimmt X-Box Controller mit nach Finstergrün?? Achja, Lukas.
Mark, als er grade nicht spielen durfte, fing an, in amerikanischem Akzent zu reden. "So viele Corn-Felder! Wir sind sicher in Corn-Land!" (im Akzent, bitte! Nochmal laut lesen.... optional lachen... Weiter im Text) Also die 3 Jungs mit Akzent, abwechselnd auch schlechtes Deutsch. Natürlich nur beabsichtigt. Dann war auch schon die lang ersehnte Pause. Was leider jeder vergessen hatte: Feiertag. Wo bekommt man denn jetzt was zu essen, wenn nicht im Edeka? Ein Subway-Schild machte uns Hoffnung. Klemens, Lukas, Matze, Ben, Helene, Ronja, Anastasia und ich sind einfach ein wenig der Straße gefolgt, bis dann der Ausruf kam: SUBWAY!! Also alle los. Und Subs kaufen. Wir hatten allerdings nicht sehr viel Zeit.. Also sind alle einfach so schnell wie möglich zurück zum Bus. Da hatten wir dann aber doch noch Zeit unsere Subs so riiiiiichtig zu genießen. Vor den Augen der anderen, damit auch wirklich keiner neidisch wird, der den Subway nicht gefunden hat. Denn Subway rettet die Busfahrt. Aber halt nur, wenn man ihn findet. (Facebook-Zitat) Also alle wieder in den Bus. Ich war schon fertig, Lukas konnte Linus seinen Sub aber noch mal richtig unter die Nase reiben mit Kommentaren wie: "Dieser Salat ist so FRISCH!" "Ich bin so froh, dass wir den Subway noch gefunden haben, es schmeckt so GUT!" "Ich weiß echt nicht, wie man diese Busfahrt aushalten soll, ohne Subway. Na Linus, wie ist das so?" (Grob zitiert). Dementsprechend war es wieder richtig lustig. Da kam dann noch das Einhorn mit amerikanischem Akzent (siehe Bunter Abend) auf den Tisch, das natürlich auch ein Gehirn hat: Einhorn-Gehern. Dazu der beliebte Spruch: "Gehern! Gehern! Wir fahren nach Gehern!" (man merkt, wie viel Gehern wir für diese Busfahrt übrig hatten)
Wenn man Selfies mit meinem Handy macht, muss man damit rechnen, sie auf dem Blog wieder zu finden ;)
Wieder zu Hause angekommen (also in Regensburg, nicht bei mir zu Hause..) wurden dann alle Eltern überschwänglich begrüßt, man musste es ja schließlich noch eine ganze Stunde länger als versprochen aushalten.
Dann war ich aber richtig müde. Also richtig, richtig müde. Chorfreizeiten sind immer so anstrengend, und dann gleich eine Woche! Trotzdem jederzeit wieder. Das Blöde war nur, dass ich am nächsten Tag um 9 aufstehen musste, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Manchmal muss man auch durch solche Strapazen gehen.
Das war der letzte Eintrag zu Finstergrün. Danke für ein schönes Cantemus-Jahr und see you soon! How soon? Na richtig bald! Schließlich ist morgen schon die nächste Chorprobe und es geht voller Karacho in die 20 Jahre Vorbereitung!





Hier nochmal für alle, die den Blog bis jetzt aus unerklärlichen Gründen nicht verfolgt oder den Überblick verloren haben, eine Zusammenfassung mit Links:

Samstag, 09.08.14


Sonntag, 10.08.14


Montag, 11.08.14


Dienstag, 12.08.14


Mittwoch, 13.08.14


Donnerstag, 14.08.14

Finstergrün #7.9 Eine Bildergeschichte

Freitag, 15.08.14

Finstergrün #7.9 Abschied (hier, genau dieser Post)

Nachrichten an Türen


Weitere, zeitlich unabhängige Berichte


Dienstag, 26. August 2014

Finstergrün #7.8: Der bunte Abend

Der krönende Abschluss jeder Chorfreizeit? Na klar! Der bunte Abend. Und das Programm war mal wieder vielfältig und phänomenal. Es wurde gesungen (wer hätte es geahnt), getanzt, improvisiert, Theater gespielt, gequizzt, jongliert. Eben alles, was unsere kreativen Kinder zu bieten haben! Also, dann gehen wir mal die verschiedenen acts durch:

1. Gesang

Gesungen wurde 'girls just wanna have fun' von Cindy Lauper, 'say something' von a great big world, der 'cup-song' aus pitch perfect (original von lulu and the lampshades), 'lovesong' von  Sara Bareilles, 'unconditionally' von Katy Perry, 'Fürstenfeld' von STS, 'Vo Mello bis ge Schoppornou' von HMBC , Und eine etwas freier 'gesungene' Version von 'the final Countdown' auf kazoo. Ich zähle das deswegen noch zu gesungen, weil man in das Instrument hinein summen bzw. singen muss, um den Ton zu erzeugen. Ich muss sagen, dass mir keines dieser Stücke nicht gefallen hat.
Bei 'girls just wanna have fun' habe ich selber mitgewirkt und kann deswegen aus unserer Probe mit Annika berichten: Es war die bisher witzigste Probe, die ich hatte. Zehn Mädels, alle irgendwie und positiv verrückt, wollen zusammen ein Lied singen, was auch genauso gut Motto hätte sein können für unser Zimmer. Wir waren schon bei der Probe von 'Lovesong' alle da und haben im Hintergrund getanzt (ich weiß nicht, ob das den anderen wirklich bei der Probe geholfen hat, aber wir hatten Spaß). Doch so witzig die Probe auch war, so sehr ging unser Auftritt schief. Wir haben vielleicht ein bisschen zu viel gelacht.
Den Cup-Song haben zwei Chor B-lerinnen mit der dazugehörigen Becherchoreographie gemacht, was schwerer ist, als es aussieht (also gleichzeitig singen und mit einem Becher die Percussion dazu zu machen). Ich hab mich daran auch mal versucht. Da die Bollands da waren, wurde auch 'Insel Titiwu' aus "Urmel aus dem Eis" nochmal zum besten gegeben. Die beiden haben aber auch von Karl Valentin etwas vorgeführt - mit teilweise auf den Chor geschriebenen Strophen! Das war ziemlich cool und süß.

2. Tanz, Kunst, Literatur und Wissen

Gehen wir weiter im Abendprogramm. Wir haben zwei Tanzaufführungen in verschiedener Form zu sehen bekommen. Live gab es eine Choreo zu 'Timber' von Pitbull und Ke$ha, die Carmen mit ein paar Chor Blern einstudiert hat. Dazu gab es noch ein Video zu sehen von Pharrel Williams' 'Happy', performt von drei weiteren Chor B Mädels, gefilmt und geschnitten von Momo (er sagt die Ideen für die Sequenzen wären aber komplett von den Mädels gekommen). Wenn wir schonmal bei den Computerpräsentationen sind, mach ich gleich weiter mit Eva's Zusammenstellung der Geisterbahnfotos. Die wohl witzigste Idee in unserer Geisterbahn dieses Jahr war wohl im Wehrgang. Um zu verhindern, dass sich die Augen an das wenige Licht gewöhnen, haben wir die Kleinen einfach beim Durchgehen fotografiert. Die besten davon haben wir (wer hätte es gedacht) am bunten Abend gezeigt. Die Fotos dazu findet ihr auch hier.
Außerdem gab es eine Lesung mit dazugehörigen Fotos. Da ging es dann um einen rumpelstielzchenartigen Elfen, ein paar schlaue Cantemuskinder, böse Geheimagenten und einen Schatz. Sehr spannend und witzig auch noch! Damit haben sich die Mädchen aus der Falknerstube auch sehr viel Mühe gegeben. Außerdem wurde uns noch der Tag aus der Sicht von Matthias Schlier live von den Verfassern vorgetragen, den es ja auch hier zu lesen gibt.
Von diesen literarischen Vorträgen gehen wir mal weiter zu den Quizzes! Milli, Hanna und Anna haben für unsere (fünf Paar) Zwillinge ein kleines Quiz entwickelt. Jeweils ein Zwilling stellt sich auf eine Seite in eine Reihe, die anderen stellen sich gegenüber auf. Die Fragen (z.B.: Lieblingstier, wobei ich die Frage nicht leiden kann, da die meisten eh mehrere Tiere gleich gern haben) kamen aus dem Publikum. Jeder Zwilling hat einen Zettel gekriegt und durfte da dann so schnell wie möglich die Antwort für seine andere Hälfte aufschreiben und sich damit melden. Dann wurde das Gegenstück nach ihrer Antwort gefragt und verglichen. Hannah und Elena (Chor C, mit zwei richtigen Antworten) haben gewonnen, alle anderen waren etwas verwirrte, aber glückliche Zweite (mit jeweils einer richtigen Antwort). Sally und ich haben zwar häufig was gesagt, aber meistens das Falsche. Vor allem hab ich mich bei der Frage nach dem Lieblingsfach aufgeregt, da meine Schwester zwar Chemie beruflich machen will, das aber nicht als ihr liebstes Schulfach angibt. Das wäre dann wohl Englisch. Die coolste Antwort kam aber bei der Frage nach der Lieblingspflanze (wer hat schon sowas?) von den Weighart-Zwillingen Moritz und Emil: Baum. Das beste daran war, dass das auch noch gestimmt hat.
Das andere Quiz ging an die Betreuer. Die standen mit dem Gesicht zur Wand in der Mitte, während die Veranstalter Lucy und Hannah ein Schild mit der Aufgabe hochgehalten haben. Jeder soll aufstehen, auf den das zutrifft, und danach dürfen die Betreuer raten. Da gab es dann zum Beispiel 'Jeder, der nächstes Jahr in Chor C kommt', was Matthias fast sofort beantworten konnte, und -etwas schwieriger- 'Jeder, dessen Geschwister mit auf der Burg sind'. Für alle Beteiligten ziemlich witzig.

3. Theater

Es gab auch ein paar kleine Sketche zu sehen. Die einen haben uns näher gebracht, wie sich das Theater in der Zukunft verändert, die anderen ließen vier Mädchen nebeneinander schlafen und sie immer wieder fragen, ob es Zeit wäre. Beim vierten Versuch war es dann Zeit - zum umdrehen. Außerdem hatte ein Zimmer eine neue Lehrerin namens Hirsch, die ihnen tanzen beigebracht hat. Der dritte Sketch ging zwar ein bisschen in Lachen unter, aber selbst das war ansteckend.
Es gab da noch eine Sache, die ich weder ganz einem Sketch zuordnen kann, noch einem Song. Das war unsere 20-Jahre-Feier-Einlage, die wir mit Rosi vorbereitet haben. Wir haben ein Cantemus-Lied mit sieben Strophen geschrieben, Teile aus 'Als wir jüngst in Regensburg waren', 'Vater Unser', 'Erlöst, Befreit', 'Insel Titihu' (umgeschrieben in 'Burg Finstergrün'), Brahms' Requiem, 'Remains of the Day', 'Die alten Rittersleut', 'Magical Mister Mistoffeles' (Jetzt 'Haus der Musik') und 'Let's do the Time Warp again' gesungen und das Ganze dann noch mit kleinen Zitaten und ein bisschen Handlung aufgepeppt. Klingt jetzt etwas wirr, war aber einigermaßen verständlich, glaube ich. Das ganze gibt es nach meinen Informationen auch nochmal zu sehen auf der 20-Jahre-Feier von Cantemus (am 11. Oktober im Antoniussaal, nur mal zum in-den-Kalender-eintragen).
Nebenbei wurden auch zwei Improtheaterszenen aufgeführt. Die erste Geschichte war ein Gemeinschaftsprojekt mit einem Chor B Zimmer und zwei Chor C-lern. Die war zeimlich frei gestaltet, aber alles, was die Schauspieler gesagt haben war (grob zusammengefasst): Hallo. Es ging um das Schlossgespenst (Finsterling genannt), dass in einem Topf auftaucht und den dadurch entstehenden Schreck. Die zweite war etwas fantasievoller. In der Hauptrolle bekam man Momo als Einhorn mit amerikanischem Akzent zu sehen, weitere wichtige Rollen waren ein Busfahrer (Linus) und ein Lauch (Lukas), Krankenschwestern (Sally und ich), und ein singender Baum (Matze). Man kann sich die Story vorstellen? Nein? Also ich sage nur so viel: Das Einhorn hat sein Horn in einem tragischen Unfall verloren und es wurde dann im Krankenhaus wieder befestigt.
Last but (certainly) not least: Die Jonglageeinlage von Jonathan und Clara Prölß. Die Krümels sind ja schon länger am Jonglieren und man sieht eigentlich bei fast jedem bunten Abend eine Kleinigkeit von Jonathan. Neu dieses Jahr: Sie sind zu zweit. Das Ganze haben sie dann im ersten Teil auch ziemlich witzig aufgezogen und ein bisschen gespielt damit. Zwischendurch wird also mal ein Apfel gegessen, die kleine Schwester startet böse einen Versuch, ihm weh zu tun, indem sie Messer ins Spiel bringt. Man klaut sich die Bälle und wirft sie gekonnt und auch mal anders. Es ist wirklich cool, die Verbesserung zu sehen. Ich meine, wir waren schon beim ersten Mal alle hin und weg, aber man merkt trotzdem, dass es noch besser wird.

Und das ist einer der Gründe, warum der bunte Abend so cool und wichtig ist. Jeder, der will, kann sich kreativ einfach mal austoben und das zeigen, was er will. Meistens singen wir ja im Chor, aber der Abend lässt Platz für alle Talente und Hobbies, die unsere Mitglieder so haben.
Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass Lukas freundlicherweise die Moderation des Abends übernommen und uns so souverän durch das Programm geführt hat. Danke an alle Mitwirkenden für so einen vielfältigen bunten Abend!
Der Probenplan für den Nachmittag. Bei zehn Minuten Probe ist Pünktlichkeit ein muss!
Ein Österreichischer Song mit zwei Gitarren? Auch schön!

Bei der Einlage für die 20 Jahre Feier haben alle Cantemus Jacken/Shirts getragen 

Der zweite Teil der Jonglage war im dunkeln mit Leuchtbällen! Super schön! 

Montag, 25. August 2014

Finstergrün #7.7: Serenade


Hier ein Beitrag von Eva zum Serenadenabend (danach hat die Geisterbahn 3 stattgefunden!)

Am Mittwoch kam es dann endlich zu meinem persönlichem Höhepunkt unserer geliebten Chorfreizeit: 

Der Serenadenabend.

Auf diesen besonderen Abend üben die meisten Chor-C-ler schon die ganze vorhergehende Woche hin, denn dort dürfen wir endlich mal solistisch zeigen, was wir stimmlich so drauf haben! Die letzten Jahre war der Serenadenabend nur klassisch geprägt, was dieses Jahr zu mancher Freude und manchem Ärger nicht so war. Denn Angelika, unsere klassische Gesangslehrerin, die die Proben dafür geleitet hat, hat den Chor leider verlassen. Deshalb hat Annika das übernommen und quasi so etwas wie „Cantemus-Unplugged" auf die Beine gestellt. Das heißt, das meiste, was wir da so fabriziert haben, war rein akustisch oder hatte zumindest solche Anklänge. Ob Playback oder von Klavier oder Gitarre begleitet - jeder Song war eine Freude für die Ohren.

So schön :)
Es ist zwar schon länger her, aber es haben sich ein paar Sachen wirklich in mein Gehirn gebrannt: z.B. 
  • "Free Falling" - John Mayer performt von Hanna und Della (perfekte Mischung aus Hannas weicher und Dellas dunkler, rauchiger Stimme), 
  • "To make you feel my love" - Adele (Isa und Sally haben das echt emotional rübergebracht), 
  • "Demons" - Imagine Dragons von unseren jüngsten Chor C-lern, 
  • "Royals" - Lorde mehrstimmig mit Hannah, Lucy, Patzi und Toni, 
  • „All of me" - John Legend von Momo und Carmen 
  • ein Accapella-Stück ("For the longest time" - Billy Joel) gesungen von Leo (Lead), Steffi, Johannes, Vincent, Jonathan, Linus, Daniel und Essa.


Yes, we feel the love!
Natürlich habe ich auch Beiträge gebracht: 
  • „I won’t give up" - Jason Mraz zusammen mit Franky und 
  • „Send it on"- original Disney's Friends for Change (Demi Lovato, Jonas Brothers, Selena Gomez & Miley Cyrus) in der Accapella-Version von Cimorelli mit Jule und Kathi.
Der ganze Abend hat Spaß gemacht, egal ob man im Publikum oder auf der „Bühne" vorne stand und das ist wohl der Sinn der Sache ;) 
Ich hab auf jeden Fall Lust auf mehr Serenaden-Action nächstes Jahr!



Es wurden nicht alle Beiträge genannt, also möchte ich nochmal allen danken, die was gemacht haben! Es waren erstaunlich wenige (also, keine) Chor B-ler dabei, ich hoffe aber, dass sich nächstes Jahr mehr überreden lassen. Zu einem Lied muss ich selbst noch was sagen: 4 Chords. Wer's nicht kennt, unbedingt anschauen! Das haben Eva, Franky, Linus, Leo, Essa & Matze super performt! Es war auch wirklich witzig. Annika hat uns die Aufgabe gestellt, die Songs zu zählen. Ein Paar aus dem Publikum haben das getan und einer (von dem ich weiß) ist sogar auf die richtige Zahl gekommen: 39. Im Original sind es mehr, aber sie haben ein paar Lieder gestrichen, die keiner kannte... Jedenfalls ein gelungener Abend!



















Finstergrün #7.6: Kletter-Wahnsinn

Steffi Attenberger hat sich nach einer guten Mütze Schlaf und genauso viel Arbeit seit der Burg hingesetzt und ein bisschen über die muntere Kletterei auf Finstergrün erzählt. Vielen Dank dafür, Steffi! Und vielen Dank, Domi und Lisa, fürs viele Helfen.

Wie beschäftigt man 152 Kinder und Jugendliche, wenn mal keine Chorproben oder Essenszeiten sind? Ganz genau, man lässt sie wie wild eine Wand hochklettern und hofft, dass sie sich dabei schön verausgaben, um dann am Abend müde ins Bett zu fallen.

Gedacht, getan, also wurde Dominic, seines Zeichens unter anderem ein erfahrener Industriekletterer, gebeten, die Horde die Wand hoch zu schicken. Er organisierte also zusammen mit Lisa Klettergurte und Helme vom DAV, Seile und Karabiner.
Ich glaub, der braucht keine Hilfe...


An der Burg angekommen inspizierte Dominic als erstes den „Place to be“ und bereitete dann schon mal drei Stationen vor, die er dann auch gleich mal mit Lara, einem Mädchen aus Chor B, die privat sehr viel und sehr gut klettert, ausprobierte.

Als beide die drei Stationen für gut befanden konnten sie diese dem Rest der Bande vorführen. Nach dem Mittagessen bekamen alle, und damit meine ich wirklich alle (!), eine Vorführung der drei Stationen.

  1. Station „Burgwand“ war, (tata – große Überraschung), die Burgwand hoch zu klettern. Die Überraschung hier war aber eigentlich, dass Dominic (ein 1,90m großer Mann) von der kleinen Lara (sehr schlank und ca. 1,60m groß) gesichert wurde. Wer sich jetzt darüber wundert – JA, das funktioniert tatsächlich!
  2. Die zweite Station war dann eine richtige Felsenwand mit Überhang. Hier durfte Lara zeigen, was sie konnte und erntete dafür großen Applaus.
  3. Die letzte Station war ein klassischer Baum. Die Tücke bei diesem Baum war aber, dass er durch den Regen extrem feucht und rutschig war und somit die schwierigste Station war. Hier kletterte wieder Dominic vor, der aber diesmal von Jonathan, ebenfalls ein sehr guter in-der-Freizeit-Kletterer, gesichert wurde.

Alle konnten sich nun entscheiden, welche der Stationen sie ausprobieren wollten und sollten sich dementsprechend an den Stationen aufstellen. Diese Situation sah dann wie folgt aus: Die großen Chor C Leute legten sich in die Sonne und der Rest verteilte sich vor Burgwand und Felsen. Dem Baum schenkte keiner der Kinder große Beachtung – armer Baum.

Die Beste zuerst!


Jonathan und Dominic verteilten sich auf die zwei übrig gebliebenen Stationen und der Spaß konnte losgehen. Lisa und ich legten den Kindern die Klettergurte und die Helme an, was sich oft als schwierig erwies, denn keiner der Betreuer hätte gedacht, dass nur die Kleineren klettern wollen und so hatten wir auch nur einen einzigen Kindergurt zur Verfügung. An sich wäre das kein Problem gewesen, einen 12-jährigen in einen Jugendgurt zu packen, aber wer rechnet schon damit, dass die 12-jährigen heutzutage keine Knödel mehr essen? Da also vielen Kindern der Jugendgurt leider zu groß war, mussten diese Kinder schön brav auf den Kindergurt warten, der zwischen den Stationen hin und her wanderte. An dieser Stelle ein großes, dickes Lob an die Kinder, die sich wirklich ordentlich und ohne Quengelei angestellt und gewartet haben.  Da Sicherheit an erster Stelle stand, konnte es schon mal passieren, dass ein Kind länger auf einen passenden Gurt warten musste, was aber überhaupt kein Problem war. Vielen Dank liebe Kinder, ihr wart spitze!

Es konnte leider wetterbedingt nur an zwei Tagen geklettert werden. An diesen zwei Tagen scheuchten wir aber um die 80 Kinder an Burg- oder Felswand hoch. Auch Herrn Schlier wollten wir die Wand hoch jagen, aber der war plötzlich nicht mehr auffindbar ;-)
So schwer ist sie ja wohl nicht...


Lissy machte begeistert Fotos und wollte auch lieber am Boden der Tatsachen bleiben. Momo
kam am zweiten Klettertag hinzu und sicherte ebenfalls die Kinder. So konnten sich die
Betreuer auch mal abwechseln.

Geht doch!



















An sich war es eine sehr tolle Freizeitbeschäftigung, die die Kinder dankbar annahmen. Manche Kinder stellten sich sogar mehrmals an. Ein tolles Bild, wenn Kinder an einer Burgmauer hochklettern – frei nach dem Motto – „Wir besetzen jetzt die Burg!“




Go, Steffi!
Wie brav sie sind ^^ 
Und ab in den Klettergarten!
Nicht runterschauen!!
Schön festhalten...
Einfach mal baumeln lassen. Schon anstrengend hier.
Nicht springen!!!
Momo, Lisa und Steffi -  ja, auch Erwachsene haben Spaß!
Ok, aber die Kleinen auch ;-)

Dienstag, 19. August 2014

Finstergrün #7.5 Rafting

Vier Gruppen mit je ca 30-40 Leuten durften am Montag bzw Dienstag auf der Mur raften. Das Wetter war beide Tage nicht so genial, wobei es am Montag nur kalt, aber ohne Regen war, am Dienstag gab es dann beides: Kälte und Regen.
Ganz verschiedene Altersgruppen des Chores waren auf die beiden Tage aufgeteilt, und so waren einige mit dabei, die ich noch nie davor im Chor gesehen hatte. Aber es war ein Cantemus-Ausflug, deshalb waren neue Bekanntschaften schnell gemacht (die sich später auch in Freundschaften entwickelt haben).
Die erste Frage, die auftrat, hatte jedoch nichts mit der Tätigkeit an sich zu tun, sondern damit, wie man sie ausspricht. Dabei gingen die Meinungen auseinander, es ging zwischen [ʀaː'fftɪŋ] (=rafting (Deutsch ausgesprochen)) und [rʌ'fftɪŋ] (=rafting (ein richtig schönes englisches r und deshalb auch eine englische Aussprache) hin und her. Geklärt werden konnte die Frage nicht, da sich auch die Veranstalter nicht entscheiden konnten und gewechselt haben zwischen den verschiedenen Aussprachen.

Schön festhalten!

1. Die Fahrt zum Murtalerhof

Zuerst ging es zu Fuß den Berg von der Burg runter zur Murtalbahn, auch als „Italienzug“ bekannt. Tipp: Plant eueren Ausflug mit der Bahn nicht zu knapp, da Verspätungen von 20 Minuten bei unseren vier Gruppen normal waren.
Nach 20 Minuten waren wir dann in Stadl an der Mur und hatten die Grenze zur Steiermark überschritten. Weitere fünf Minuten Fußweg später ging es auch schon sofort in den Keller des Murtalerhofes zum Umziehen (falls jemand auch so Interesse haben sollte: http://www.murtalerhof.at/).

2. Umziehen und Boote die Mur hochfahren

Die Verteilung der Neoprenanzüge, Jacken (überraschenderweise wollte keiner der Jungs unbedingt eine lilane), Helme und Schwimmwesten benötigte sicherlich eine weitere halbe Stunde. Nachdem drei bzw. vier Boote auf den Anhänger verladen worden waren, ging es endlich weiter. Mit den Bussen der Veranstalter fuhren wir dann, bereits komplett fertig umgezogen, 20 km die Mur aufwärts, wo wir dann kurz oberhalb von Ramingstein die Boote abluden.
Nachdem sich alle der Größe nach geordnet aufgestellt hatten, wurden wir auf die Boote verteilt. Dabei wurde kein Widerspruch gegen die Einteilung geduldet, was bei dem ein oder anderen noch vor Beginn der Raftingtour die Stimmung senkte. Dies war jedoch nach dem ersten Kontakt mit dem eiskalten Wasser vergessen. Nach einer kurzen Einführung durften wir dann auch endlich los.

Uuuund gekentert!

3. Die Tour

Schon während des Einstiegs wurden die ersten Kommandos geübt und sobald alle ihre Füße in den dafür vorgesehen Schlaufen hatten, kam das Kommando „vorwärts“ und es ging vom Kielwasser (=ruhiges Wasser) in Richtung Strömung. Wir starteten am Dienstag Nachmittag als drittes Boot, doch schon nach einer guten halben Stunde, also kurz nach der Kurve hinter der Burg war das vor uns losgefahrene Boot in Sichtweite. Nach Rücksprache mit unserem Bootsführer waren alle dann enttäuscht, da es hieß, dass wir das Boot niemals einholen können, geschweige denn überholen… aber das bedeutete BEISSEN(!!!). Auch wenn es außen immer nasser wurde, da der Regen zunahm und es langsam allen kalt wurde, schafften wir es dennoch mit unserem Boot das zweite Boot zu überholen. Der Spaß war für die vordersten am Größten, da bei jeder großen Welle das Wasser bis ins Gesicht spritzte und durch die Kälte des Wassers (höchstens 10°C) der Regen wärmte. Klingt komisch, ist aber so!
Nach zweieinhalb Stunden kamen wir dann wieder in Stadl an der Mur an und wer wollte konnte an der Austiegsstelle noch baden gehen, wobei bei meiner Gruppe außer mir nur zwei Mädchen noch ins Wasser gingen.

Doch nicht. Keine Sorge, die ziehen euch schon wieder raus!

4. Die Rückkehr 

Nachdem wir über die Brücke zurück zum Gasthof kamen und dann mindestens drei Liter Wasser aus den Neoprenschuhen geleert hatten, gab es je genau eine Dusche für Mädchen und eine für Jungen. Doch jeder und jede ließ sich dann die Zeit, um zu duschen und wenigstens ein bisschen Wärme wieder in den Körper zu bekommen.
Vor dem Heimfahren gab es dann noch Schnitzel mit Pommes und überraschender Weise genau das gleiche Sirup-Wasser-Gemisch wie auf der Burg. Zu Fuß ging es dann wieder zum Bahnhof in Stadl an der Mur und zurück zur Haltestelle nach Ramingstein, von dort aus den Berg hoch zur Burg und der Ausflug war abgeschlossen. Bis alle oben auf der Burg waren, war es auch keinem mehr kalt…

Sonntag, 17. August 2014

Finstergrün #7.4: Geburtstag in Finstergrün

Die beste Zeit, um Geburtstag zu haben, ist ja bekanntlich während einer Chorfreizeit. Dieses Jahr hatte Lucy terminlich Glück, und konnte mit uns zusammen ihren 18.Geburtstag feiern! Alles Gute nochmal! Als Geburtstagskind darf man sich dann auch immer ein Liedchen wünschen. Sobald die Chor Bler mit Rosi zum Proben in den Speisesaal ausgewandert sind, hat Chor C also 'Tief im Urwald Brasiliano' gesungen und dargestellt. Dass das Lied normalerweise von Chor A gesungen wird, hat uns da wenig gestört, denn wenigstens konnten alle schon den Text. Lucy durfte sich auch eine Besetzung aussuchen. Sie selbst hat die Räuberin gespielt, Milli war Doña, Philip (von vielen aus Chor C auch Flips genannt) hat Signor Don Juan gespielt. Für alle, die das Lied nicht kennen, hier nochmal der Text:
Tief im Urwald Brasiliano, Auf Plantage von Banano, Wohnen Signor Don Juano, Mit sein Schatz, Signor spielen Pianino, Doña liegen, trinken Vino, Auf Matratz! O, prosito, sito, sito, Il finito,nito, nito, Erster Satz.
Plötzlich krauchen aus Jasmino, Mit sein altes Carabino, Böser Räuber Petrolino, Leis wie Katz! Schreien: „Her mit die Pesetos!“, Schießen Löcher in Tapetos, Batz, batz, batz! O, prosito, sito, sito, Il finito, nito, nito, Zweiter Satz.
Signor schmeißen mit Pantino, Treffen Kerze Stearino, Alle duster wie in Kino, Und Rabatz! Aber Doña mit Caracho, Knallen Räuber tacho, tacho, Was vor'n Latz! O, prosito, sito, sito, Il finito, nito, nito, Dritter Satz.
Tief im Urwald Brasiliano, Spielen Signor Don Juano, Doña singen zu Piano, Schön wie Katz! Alten bösen Banditillio, Längst gefressen Krokodillio, Mit sein Schatz! O, prosito, sito, sito, Il finito, nito, nito, Letzter Satz.
Bei unserer Version gab es aber im zweiten Satz ein paar (auf unserer Inszenierung basierende) Veränderungen. Der Chor hat also gesungen: 
Plötzlich krauchen aus Kamino, Mit sein altes Baseballino, Böser Räuber Petrolino, Leis wie Katz...
Wie man sich vielleicht jetzt denken kann, ist Lucy rußbeschmiert aus dem Kamin in den Rittersaal gekrochen, bewaffnet mit einem Baseballschläger. Anna (Vogt) und Lukas hatten die wichtige Aufgabe, das Licht auszumachen, wenn die Kerze umgeschmissen wird. Die Krokodile haben freundlicherweise Janna, Hanna, Hannah, Toni, Toni, Anna (Vogl), Luzia, Sylvia, Astrid, Eva, Isa und Sarah gespielt, der Rest der Chormitglieder war Bananenbaum. Man kann sich bestimmt schon gut vorstellen, was für eine witzige Angelegenheit das war, jemanden mit einem Baseballschläger zu bedrohen und dann im 'Dunkeln' mit einer Wasserpistole (Waffe unserer Doña) erschossen zu werden. Ja, Chor C freut sich riesig und fast mehr als die Kleinen, die alten Lieder zu singen und auch zu spielen!