Posts mit dem Label Backstage werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Backstage werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 9. August 2015

Finstergrün Tagebuch Tag 1: Reise Reise

An einem Tag wie diesem ist der Stress schon vorprogrammiert, möchte man meinen. Ich bin um 7:00 aufgestanden um, wie auch schon für Pilsen, Sandwiches für die Gruppe zu machen. Immerhin ging die Fahrt diesmal erst um 11:00 los und das ist, obwohl ich als Betreuerin schon um 10:15 da sein sollte, viel besser als 06:00 nach Pilsen.

Dann war auch alles fertig, die letzten Sachen eingepackt und los geht’s nach Regensburg. Dort angekommen waren wir zwar die ersten, blieben aber nicht lange allein. Wir konnten natürlich auch nicht nur rumstehen, denn jeder hatte eine Aufgabe zugeteilt bekommen. Ich zum Beispiel war mit Eva und Elli für die Anmeldung A-J zuständig und habe bis kurz vor 11 gewissenhaft Umschläge bekommen und in die drei netterweise vorgefertigten Kartons gepackt.

Dann kam auch die sehnlichst erhoffte Abfahrt. Max und ich saßen mit Franky und Frau Sommer in Bus 2, dem blauen und wohl am schlechtesten klimatisierten Bus. Zwischendurch wurde es heiß und dann kalt, aber nie Kühlschrankkälte (Bus 1). Trotzdem hatten wir natürlich viel Spaß! Ich konnte ein französisches Buch lesen – danke Antoine – Max hatte ein Lustiges Taschenbuch zu seiner Beschäftigung und wir konnten super Weinblätterteilen probieren – danke für beides an Muhammed-Ali. Die Busfahrt lang haben wir viele Fragen beantwortet (wie lang dauert’s noch??), Musik gehört, gelesen und gegessen. Das 6 Stunden lang könnte man fast als Luxus bezeichnen.

Max und ich

Und dann kamen wir endlich (wohoo!) auf der Burg Finstergrün an. Als Betreuerin war es dann meine Aufgabe, den mörderischen Berg zu bewältigen und dann, oben angekommen, meinem zu betreuenden Zimmer das Zimmer zu zeigen. Das Problem, dass ich eigentlich auf zwei Zimmer aufpassen soll, war schnell gelöst, weil ein Zimmer noch eine zweite Betreuerin – Lotte – hat. Also bin ich mit der Turmwächterstube in die Turmwächterstube und habe mit den Kindern ausgemacht, dass ich aus Zeit-bis-zum-Abendessen-Gründen anfange, die Betten zu beziehen, wenn die Damen ihr Gepäck holen. Als sie 15 Minuten später noch nicht zurück waren, habe ich sie mal gesucht und sie dann beim Abendessen wiedergefunden. Das Gepäck war noch nicht da, deswegen holen sie es nach dem Abendessen und dann beziehen sie auch ihre Betten fertig. Na gut, das hat ja fast geklappt. Bei einem der Speisesäle bin ich als Speisesaalbeauftragte immer dabei und da habe ich dann das zweite Zimmer sozusagen kennengelernt. Weil Lotte mir von Startschwierigkeiten erzählt hat, haben wir auch gleich ausgemacht, dass wir zusammen nochmal hoch gehen, aber das erst nachdem wir auch gegessen haben.

Also haben wir uns noch Essen aufgetrieben und sind dann für eine grandiose Viertelstunde vor der Besprechung ins Zimmer. Wir haben den Kindern geraten, zu versuchen, die „Anderen“ im Zimmer ein bisschen kennen zu lernen und ich glaube, das hat gefruchtet. Nach der Fackelwanderung war es nämlich schon viel besser. Apropos Fackelwanderung. Wir gehen traditionell jedes Jahr auf eine Fackelwanderung, also war auch dieses Jahr kein Entkommen. Für Niemanden. Egal wie viel die Kinder argumentieren wollten.

Die Burg von einem anderen Blickwinkel (Foto: Burg Finstergrün)
Für die Kinder von Chor B hieß es dann ab ins Bett und Chor C durfte noch besprechen. Ganz kurz, dann mussten die Keyboards aufgebaut werden, zumindest die, die schon da waren. Die Betreuer mussten nicht Technik schleppen sondern hatten währenddessen eine weitere Besprechung über die Zimmer und den nächsten Tag. Es muss ja schließlich wieder einen Tagesplan geben.
Nach dem ganzen Besprechen dachte ich mir, da könnte man ja gleich weiter machen und habe mir einzelne Geisterbahnleute bestellt. Die will nämlich auch geplant sein. Als das Besprechen in unterschiedlichsten Formationen dann wirklich ein Ende hatte, wurde ich noch Zeuge einer sehr witzigen Wattenrunde, die Mark und Klemens haushoch gewannen (7 Maxe in einer Reihe, glaube ich, ich kenn mich aber nicht aus) und unter der Lukas und Philip sehr litten.

Alles in Allem ein gelungener Tag, und es kommen ja noch so viele! 



Donnerstag, 30. Juli 2015

Haslbach 2015

Haslbach war wie jedes Jahr schwer aufzufinden. Mit dem Bus kein Problem, aber da Maria jetzt Autofahren kann, ihre Mutter eh auch nach Haslbach wollte und Eva, Janna und ich den Bus unwissentlich verpasst hatten, sind wir mit dem Auto gefahren. Und das nur etwa 3 mal so lang wie geplant. Haslbach liegt in einer wunderschönen Industriegegend, die es sich schließlich immer lohnt, genauer zu erkunden. Mehr oder weniger. Uns ging es aber eigentlich um das Freizeitgelände oben auf dem Berg, denn da war ja so ein Sommerfest, zu dem wir wollten. So ein ganz spezielles mit ganz vielen Leuten, die immer ganz plötzlich zum singen anfangen, wie im Musical.
Cantemus halt wieder.

Als wir um ca 19:00 eingetroffen sind, war die Olympiade schon in vollem Gang und die meisten mit dem Grillen fertig, also hatten wir für unsere Steaks gut Platz. Franky und David waren schon ein wenig länger da und haben sich dementsprechend sehr gefreut, als wir mit insgesamt einer Stunde Verspätung dann endlich angekommen sind (spät losgefahren sind wir auch).

Ja, dann wurde gegrillt und gegessen und schließlich waren alle Kinder wieder versammelt und wir hatten endlich eine offizielle Singrunde, natürlich mit den Chorhymnen "Si ya hamba" und "die Kuh". Dazu haben wir unter anderem "We go together" aus Grease gesungen, was ein echter Ohrwurm ist, den ich zumindest den ganzen Abend nicht los wurde.

Nach und nach wurden es dann weniger Leute, bis wir uns in genügend Sicherheit für eine geheime Chor C Besprechung wähnten. Nur ein einziger Chor B Junge war noch anwesend und der wurde ganz weit weg geschickt. Das Treffen war geheim, also verschweige ich auch weiterhin den Inhalt. Erste Regel vom Fight Club - ääääh, Chor C Besprechung.

Nachdem der letzte Punkt abgehakt war, konnten wir uns entspannt zusammensetzen und über alles mögliche reden. Das schöne an kleinen Chor C Gruppen ist, dass Matthias dann ganz viel erzählt, was man sonst nie erfahren würde. Aber ich bin ja keine Klatsch-Tante, ne? Warum wir uns für diese Runde den Boden ausgesucht haben und kein Lagerfeuer gemacht haben, ist mir ein Rätsel, aber so war es nun mal. Irgendwann ist dann sogar der lang verschollene Henri wieder aufgetaucht! Naja, wir wussten ja wo er war: in Kanada. Darüber haben wir aber nur sehr kurz geredet, also muss man für alle weiteren Informationen ihn fragen. Pech. Ich habe das Gefühl in diesem Post schreibe ich gerade recht viel, ohne wirklich etwas zu sagen, also so, als würde ich wirklich mit euch reden. Ist das nicht schön?

Auch für diejenenigen von uns, die am nächsten Tag nicht in die Schule mussten, war mal Schluss. Denn am nächsten Tag, pünktlich um 06:00 mussten wir aufstehen und aufräumen. Toll. Wir haben gekehrt und gesaugt und alles, nur damit alle um 07:00 mit dem Bus in die Schule fahren konnten. Johannes, Lucy und ich sind noch ein bisschen geblieben, um den letzten Rest auch noch weg zu machen. Dann bin ich mit Frau Speer in die Stadt zum Bus gefahren. Ich wollte noch ein wenig schlafen, denn am gleichen Abend war ja auch schon "The Wall"!

Samstag, 2. Mai 2015

Chorfestival #6: galalicher Singspaß

galalich (Adjektiv)
etwas nennt sich Gala und weist manche wenige Ähnlichkeiten auf, die Cantemussänger treten im Chor-Pulli und/oder Poloshirt auf und sind damit noch gut angezogen.

Zum krönenden Abschluss in Pilsen fand eine Chorgala statt, an der sich die Chöre mit einem je ca 15 Minuten dauernden Programm nochmal präsentieren. Natürlich mit Moderation und allem drum und dran. Aber fangen wir von vorne an;

Nach einem schönen Abend mit den Tschechen (siehe Chorfestival #5) sind wir Samstag morgens recht früh aufgestanden. Ich bin um ca  6:30 duschen gegangen und war damit später als Anna, Franky und Janna wach. Da die Wände recht dünn waren, hab ich sie 3 (!) Zimmer weiter gehört und bin gleich zu ihnen rüber gelaufen. Um halb 8 haben wir den Rest noch geweckt, weil wir immernoch der Meinung waren, dass es um 8 Frühstück geben muss. Hat es glücklicherweise auch, selbst wenn es nicht so ausführlich angelegt war, wie manche es gehofft hatten. Nevertheless ein schöner Start in den Tag.

Nach dem Frühstück war dann erstmal aufräumen und packen angesagt, wir mussten nämlich schon erstaunlich früh "ausgezogen" sein. um 9:30 begann die Probe und ratet mal, wer zu spät kam. Maria hatte nämlich erst mal alle geschminkt und dann erst die Sachen gepackt, dann war es auf einmal sehr spät. Ich hab natürlich auf sie gewartet, weil - ja, ich weis auch nicht so genau warum. Vielleicht weil ich sie mag. Hm.
In der Probe waren alle recht müde und lümmelten dementsprechend auf den Stühlen rum. Eher schlecht für das aktive Üben, aber anderweitig angenehm: Es gab im Probensaal WLan. Grandios. Wir haben erst mal striktes Kazoo-Verbot bekommen, damit wir den Gag nicht nehmen. Seaside Rendezvous hat nämlich mehrere Kazoo-Stellen, die besonders witzig sind, die wir aber nur einmal mit Kazoo proben durften. Es war schon eine Qual, so lange nicht auf diesen schönen Instrumenten zu tröten, umso mehr Spaß hatten wir dann, als wir das endlich durften!
Nach dem Mittagessen haben wir noch ein wenig geprobt und so ungefähr um 3 fuhren wir mit dem Bus wieder in die Stadt. (Das ist jetzt ja doch schon länger her, also könnte es sein, dass da ein paar Ungenauigkeiten aufgekreuzt sind.. Upsii)

Ich weis nicht was drin war, aber dieser (Mal-)Saal war im Gebäude, in dem auch die Gala war.

andere proben, wir gucken zu. Naja wir haben dann auch noch geprobt.

Um 17:00 begann dann der galaliche Abend. Wie gesagt, es hieß Gala, aber irgendwie war niemand wirklich nach Gala angezogen, außer den Tschechen. Deren Chorkleidung sieht immer nach Gala aus. Zur Eröffnung dieser Gala ist der Pilsener Chor zu einem Video und grandioser Musik in den Saal eingezogen und haben eine halbe Stunde Begrüßungen auf der Bühne über sich ergehen lassen, bevor sie endlich anfangen durften zu singen. Bei diesem ganzen Blabla war mir Frau Langguth als Übersetzerin sehr recht, da sie den Text so gut es ging kürzte. Das ganze musste nämlich, wie immer, auf 3 Sprachen übersetzt werden.
Als letzte an diesem Abend waren wir dran. Es hat schon Spaß gemacht, alle anderen Chöre zu sehen und zu hören, denn alle haben ein hohes Niveau. Bei mir hat sich über den Abend ein gewisses Bedenken angestaut, ob Aglepta wirklich reinpasst und ich bin zu dem Schluss gekommen: Nein. Wir haben es natürlich trotzdem gemacht. Weil der Bayerische Rundfunk nicht den ganzen Abend bleiben konnte, sind wir in der Pause schon mal auf die Bühne und haben da Chili con Carne einmal gesungen, dementsprechend war das keine Überraschung mehr. Also anfangen mit Aglepta. Wer das Stück nicht kennt: Wir verfluchen das Publikum mit gruselig klingendem Durcheinander. Das erklärten wir natürlich am Anfang kurz (in 3 Sprachen, aber diesmal Englisch, Tschechisch und Französisch). Das Publikum war eher schockiert, aber wir haben die Spannung schnell aufgelöst mit Chili, Seaside und Hello Goodbye aus dem Rockkonzertprogramm.

Nach unserem Auftritt kamen dann wieder alle Chöre auf die Bühne für die tschechischen Stücke, die diesmal auch besser funktionierten als den Tag zuvor. Das war aber ehrlich gesagt auch nicht so schwer.
Zu jeder Gala gehört Essen! Oder nicht? Naja, überall gehört Essen hin, ist aber nicht immer da. Nach dem ganzen Singspaß durften wir noch etwas zu essen holen, bevor wir wieder gefahren sind. Dabei sind wir mit unseren neugefundenen Freunden wieder ins Gespräch gekommen und haben das beste Kompliment für unseren Chor bekommen: You are crazy! Oh ja, das sind wir. Und stolz drauf.

Alle zusammen! Das war dann fast ein wenig eng.

Freitag, 1. Mai 2015

Chorfestival #5: inoffizielles Singen

Der ein oder andere mag sich fragen: was war denn mit dem tschechischen Chor? Ja, die waren da und sind aufgetreten, aber sonst?
Wir sind doch meistens für Brundibar ja privat untergekommen und hatten deswegen ganz viel von unseren tschechischen Freunden (kurz: Tscheskis), diesmal waren wir aber im Internat. Aber, wie sollte es anders sein, wir haben sie natürlich trotzdem noch getroffen!

Wir haben mit Matthias ausgemacht, dass wir abends in die Stadt gehen. Manche wollten sich mit ihren früheren Austauschpartnern treffen, andere einfach Pilsen erkunden. Diejenigen unter 16 mussten um halb 10 mit Frau Besl wieder zurück, die anderen durften bis ca 12 in der Stadt bleiben und dann mit Uli den Weg ins Internat antreten. Letztenendes sind alle außer unserer Gruppe mit der eheren Tram gefahren, was uns aber nicht weiter gestört hat. Aber jetzt zum eigentlichen Abend:

Sie haben übrigens wirklich getanzt.

Freitag Abend, ca 20:00 Uhr, mal wieder am Marktplatz

Wie ausgemacht warteten Jirka und Maggie dort auf uns. Sie wussten allerdings noch nicht, dass unsere Gruppe so groß ausfallen würde, ehrlich gesagt wussten wir das auch nicht. Zusätzlich zu Maria, Franky und mir, die sich schon öfter mit den Tscheskis getroffen haben, kamen (angemeldet) Anna, Laura und (unangemeldet und recht spontan) Max, Vincent, Leo, Jonathan und natürlich Uli mit. Ja, die Gruppe ist ein ganz wenig gewachsen.
Als wir nach einigem Diskutieren alle zusammen in einer pilsener Bar waren, kamen noch Aja und Bara dazu. Jaja hatte leider keine Zeit.
Der Abend verlief schön, wir hatten viel zu reden. Komischerweise saß am Anfang nur ich von den Deutschen mit am Tschechischen Tisch, weswegen die alle Englisch reden mussten, aber naja. Wenigstens konnte ich mich so mit ihnen über das bei fast allen Beteiligten anstehende Abitur unterhalten und was sie danach machen wollen. Das Abitur heißt in Tschechien natürlich anders, aber es gibt einen vergleichbaren Abschluss, den Bara, Maggie, Jaja und Aja gerade machen. Und ich eben das Abitur. Die Tscheskis planen für Chorsänger typische Berufe/Studiengänge, die fast alle mit Musik und Bühne zu tun haben. Ich dagegen plane ein Chemiestudium, was für allgemeine Aufschreie an unserem Tisch sorgte.
Irgendwann kam dann doch Max zu uns und unterhielt sich in perfektem Englisch mit unseren Freunden. Er ist übrigens der Grund für den Titel, da er immer und unaufhaltsam singt, so wie eben auch an diesem Abend.

Während die anderen tanzen: SELFIETIME!

Unter der grandiosen Aufsicht von Uli (wer das noch nicht wissen sollte, er ist Stimmbildner für Populargesang und das war seine erste Chorfahrt mit uns) sind wir auch alle ganz sicher zur Haltestelle "Internaty" und von da in unsere Betten gekommen. Am nächsten Tag mussten wir schließlich um 8 Uhr frühstücken! Jedenfalls ging jeder davon aus, gesagt wurde diesbezüglich nämlich niemandem was.

der Morgen danach..

Sonntag, 19. April 2015

Chorfestival #2: Morgendlicher Singspaß

Ungefähr um 8 Uhr morgens sind wir in Pilsen angekommen.

Ausgeschlafen wie nie! Wir rücken an..

Zu aller erst natürlich zu einem Auftritt in einem kleinen Saal, der zu keiner Schule gehört hat. Warum ich das extra erwähne? Naja laut unseren Informationen hätten wir zuerst in einem Gymnasium auftreten sollen, es stand aber anders im Programm, weshalb wir also in diesem Saal gelandet sind. Das Publikum bestand größtenteils aus 3 anderen Chören, die da auch gesungen haben:

Einmal ein tschechischer Kinderchor ("Roseta") aus Čkyně, Chor-B-mäßig, singen nur tschechisch, kein Wort mit ihnen gewechselt aber sie sind süß.

Dann der Chor "Le jeune choeur du conservatoire" aus Limoges, Frankreich, in unserem Alter oder jünger, sehr freundlich, mit gebrochenem Englisch, singen nur französisch und das sehr schön.

Und last but not least: "Les Callas s'Roles" aus Liège, Belgien, 50+, sehr bunt, freundlich, singen nur französisch, aber witzig!

Wir haben, weil wir ja von einer Schule ausgegangen sind, eher ein modernes Programm geplant, "In einem kühlen Grunde" haben wir noch dazu genommen, um nich ganz so komisch rüberzukommen. Danach kamen "Rather Be", "That Man", "Bang Bang" und "Edge of Glory" aus dem Rockkonzertprogramm, 3 von 4 solistisch besetzt. Also im Vergleich echt modern und anders.

Wir, auf der Bühne, größtenteils in Chorkleidung

Das Konzert, wenn man so will, ging aber erst um 10 los. Vorher hatten wir eine Stellprobe und konnten uns in einem Kindergartenraum einsingen, wo es auch ein Klettergerüst und Essen gab. Ich habe ja schon von unserem ausführlichen Frühstück erzählt, also haben wir davon eher wenig gehabt. Anastasia hat aber das Klettergerüst mit größter Freude ausprobiert.

Yay! Kindergarten!

Freitag, 17. April 2015

Chorfestival #1: Abfahrt!

Seit Wochen kommen immer wieder Mails mit dem Betreff "Pilsen", da wird sich der ein oder andere vielleicht gewundert haben: ist denn schon wieder Brundibar? Nein, diesmal nicht. Anlässlich dessen, dass Pilsen dieses Jahr Kulturhauptstadt ist, findet dieses Wochenende (also ab heute) ein internationales Chor Festival statt. Zu dem wir seit 06:00 unterwegs sind. Ja, Abfahrt war um diese unchristliche Uhrzeit, aber das nur, weil wir um 10 schon den ersten Auftritt in einer Pilsener Schule haben.
Natürlich waren alle pünktlich und munter :D
Meine Freunde und ich haben uns allerdings wirklich gut vorbereitet: wir hatten alle was zu frühstücken mitgenommen, immerhin fahren wir lang genug und man kann sich vor der Fahrt das Frühstück sparen! Letztenendes hatten/haben wir Fertigkaffee (wohl das wichtigste), Osaft, Multivitaminsaft, Sandwiches, warme Croissants, warmes Rührei, Fertigwaffeln, Milchbrötchen, Erdbeeren, Schoki und Kekse.
Bestes. Frühstück. Ever.
Im Moment sind also alle dabei aufzuwachen, einzuschlafen, Musik zu hören, oder zu bloggen.
Ach, es fahren außerdem recht wenige jetzt schon nach Pilsen, weshalb wir richtig viel Platz im Bus haben. Also richtig viel. Es wären nicht alle Sitzreihen belegt, wenn jeder alleine in einer sitzt (teilweise tun wir das schon).

Zitat Janna: ich will ein Milchbrötchen! Nein doch nich, hab keinen Hunger. Habs vergessen.

#schildkröte

#latte #morgen #frühstück #flip







Freitag, 10. April 2015

Nachtrag Habischried #2:Ein Fotostrip mit Ameisenburgen

Bei der Olympiade in Habischried gab es dieses Mal eine besonders kreative Aufgabe. Die Gruppen sollten ein Schloss (oder eine Burg, je nach dem wen man fragt) für Ameisen errichten. Zum Bau kann man alle in der Nähe liegenden Materialien verwenden. Bei der Bewertung dieser Burgen wurde auf Effizienz und Aussehen wert gelegt. Wir Betreuer waren von den Ergebnissen doch sehr überrascht. Die Kinder hatten Ideen noch und nöcher und haben ein Auge fürs Detail. In einem der Ameisenbauten gibt es sogar ein Bett. Das nenn ich Luxus! Also hier die Fotos der Miniburgen:













Ach ja, die Burgen wurden leider nach dem Foto sofort wieder zerstört, man soll sich ja nicht von den anderen inspirieren lassen.

Sonntag, 30. November 2014

Brundibár

Was, schon wieder Brundibár? Es hieß doch nie wieder!
Wie vor Kurzem erst erwähnt, war da letztens so ein "Musikschulpreis". Wir haben nicht gewonnen, aber wen interessiert das schon?! Hauptsache, wir sehen unsere heißgeliebten Tschechen wieder.
Diesmal war eine vergleichsweise kleine Gruppe unterwegs, es handelte sich schließlich nur um die letzten zwei Lieder aus der Oper, also keine große Bühnenproduktion. Maggie und Jaja haben sich bereit erklärt, mit uns die Zusammenarbeit zu präsentieren und wir haben uns deswegen ganz spontan mal vorne auf die Bühne gestellt und erzählt. Wir haben die Präsentation vorher wirklich kein einziges Mal ganz gemacht und am Freitag Abend auch das erste Mal gehört, was die anderen sagen wollen, also ja, spontan.

Probe im Neuhaussaal
So lange die Technik konzentriert bei der Sache ist, kann ja gar nichts schief gehen.

Zwischen Probe (17:30 bis ca 18:00Uhr) und Aufführung (Treffpunkt 20:40 Uhr) haben wir ja auch durchaus Besseres zu tun. Und damit meine ich nicht die Probe für Emmeram. Wir hatten genau zwei Tschechen dabei, nämlich Maggie und Jaja, und haben uns wirklich bemüht, sie für den Abend zu bespaßen. Der Weihnachsmarkt hat ja passenderweise Freitag Abend eröffnet, also los! Hin!
Offiziell wäre ein Ausflug zum Weihnachtsmarkt Thurn und Taxis angesetzt gewesen, was wir aber nicht so ganz mitbekommen haben, also waren wir am Neupfarrplatz. Auch schön. Ein wenig Kinderpunsch, Bratwürschtl und Crêpes später kamen dann noch Isa und Anna aus der Emmeram-Probe dazu (brave Mädchen..) und wir haben uns ein wenig zum Treffpunkt gehetzt.

Warten auf den Auftritt macht immer Spaß.
Wir hatten auch eine ganz tolle PowerPoint mit ganz tollen Bildern. Haben Sie wieder was verpasst.
Nach der Aufführung ging es für die Meisten gleich nach Hause, wir (Franky und ich mit drei Pilsenern) mussten nur noch ein wenig auf den Bus warten. Zuhause angekommen haben wir dann auch nicht mehr viel gemacht außer schlafen.

Morgenstund hat Gold im Mund! Franky hatte angekündigt, dass sie um 6:00 Uhr aufstehen wollte, weil sie um 9:30 Uhr schon arbeiten musste und deswegen auf jeden Fall den früheren Bus nehmen wollte. Dass das nicht geklappt hat hat man spätestens dann gemerkt, als wir den Bus verpasst haben. Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich um 7:00 Uhr aufstehe und war sogar noch 10 Minuten zu früh! Als ich Franky aufgeweckt habe kam von ihr nur: "Echt jetzt?"

Cantemus rush hour! Wenn man auch immer so spät aufstehen muss.
Es tut mir für unsere Austauschpartnerinnen wirklich leid, dass wir sie so früh aus dem Bett gehetzt haben, aber der sehr geehrte Herr Oberbürgermeister musste seinen Empfang ja um 10:00 Uhr morgens halten. Dafür kann ich überhaupt rein gar nichts. Trotzdem war es eine sehr schöne Ansprache, die übrigens für die drei Austauschpartner, nämlich Brixen, eine unaussprechbare, kaum zu verstehende und deswegen auch unschreibbare Stadt in Spanien und eben Pilsen, auf zwei Sprachen übersetzt wurde. (wer sich jetzt fragt, warum nur zwei, googlet kurz Brixen. Das ist in Österreich. Wer immernoch nicht weis, warum es dafür nicht übersetzt werden muss, sollte mal nach Brixen, um festzustellen, dass da alle deutsch reden.) Ich weis aus verlässlicher Quelle, dass den Pilsenern unser neuer OB gefällt und sie sich nicht gelangweilt haben. Super, oder? Ne schöne Harfe war übrigens auch dabei.

Kinderpunsch geht immer. Auch um 11:00 Uhr morgens.
Und weil es in Pilsen einen vergleichsweise kleinen Christkindlmarkt gibt, sind wir natürlich, mit nur einem kleinen Zwischenstopp bei Franky, wieder da hin. Es blieb uns allerdings nicht so arg viel Zeit zum Bus, und die Tschechen mussten auch noch was essen, also sind wir in die Spaghetteria. Die meisten Regensburger werden wissen, was das ist, für die anderen: Da bekommt man gute Spaghetti.

Nudeln über Nudeln...
Um 12:45 Uhr war für die Pilsener Treffpunkt zur Abfahrt. Wir waren etwa fünf Minuten zu spät, was aber auch keinen gestört hat, weil wir nicht die letzten waren. Noch lange nicht. Etwa eine halbe Stunde später, vielleicht etwas länger, fuhr der Bus dann ab. Schade, denn ich hätte sie alle mal wieder viel zu gerne hier gelassen. Nächstes Mal müssen wir gucken, wie wir das arrangieren können.

Ich freue mich schon auf Pilsen im April 2015! Aber wir haben ganz eindeutig ausgemacht, dass wir uns vorher nochmal treffen.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Sneak Peak: Haus der Musik

Heute ist es endlich soweit: wir können erste Fotos von unserem neuen Chorsaal und dem ganzen Musikschulgebäude zeigen! Nach langer Vorfreude und ein bisschen gebettele habe ich heute die erste Führung durch das Haus der Musik gekriegt und ich muss sagen, ich bin begeistert. Also hier mal die wichtigsten Eindrücke und Informationen zum neuen Cantemus-Wohnsitz ab Januar:

Etwas schmutzig, aber trotzdem eine schöne Tür
 Der erste von vielen Höhepunkten für mich: wir haben eine eigene Tür. Die führt direkt zu unserem Chorsaal und macht nicht den geringsten Umweg. Der Eingang war heute leider nicht offen, deswegen mussten wir den Haupteingang am Bismarckplatz benutzen, so wie normale Musikschüler.

Das Haupt-Treppenhaus

noch mehr Treppen?
 Wie jetzt. Ich dachte gehört zu haben wir kriegen einen Aufzug? Immer diese Treppen steigen zu müssen ist doch zu anstrengend, vor allem bei Matthias' Vorliebe, direkt unter dem Dach zu singen. Aber keine Panik, es gibt den versprochenen Aufzug, und das Dach ist in unserem Fall schon im zweiten Stockwerk. Da merkt man noch gar nichts von seinem bisschen Sport!

Ah, der Aufzug. 

 Als nächstes möchte ich mal ein bisschen von den tollen neuen Spielzeugen der Musikschule reden. Zuerst einmal haben wir jetzt einen eigenen Konzertsaal, mit Foyer und all diesen schönen Dingen.

Und das soll mal ein Konzertsaal werden? 

was das Fenster im Eingang macht weiß ich auch nicht.
 Ich freue mich auch schon auf das eigene Tonstudio! In zwei kleinen Räumen ist die Technik von den Instrumenten getrennt und doch (durch ein Fenster) verbunden. Ich freue mich schon, da mal ein paar Sachen auszuprobieren. Vorausgesetzt ich darf.


Technikraum mit zwei Kühlschränken Technik 

Da stehen in Zukunft Musiker und geben ihr Bestes

 Jetzt zum Chorsaal, dem wichtigsten für uns. Wie gesagt liegt er im zweiten Stock. Im Bereich vor dem Saal liegen direkt die zwei Büros und ein Raum für Stimmbildung. Er ist etwas größer als der Malsaal, was man aber nicht sofort sieht. Eine der Wände besteht fast nur aus Fenstern, die gegenüber aus Schränken für Noten. Es gibt viele Möglichkeiten Technik anzubringen und der Raum lässt sich komplett verdunkeln, was auch im Chorsaal Konzerte und ähnliches zulässt. Hier dazu ein paar Bilder:

So viel sieht man schon von den Büros

Da unter dem weißen Zeug ist schon der neue Boden drin! 

Das wird mal ein Zimmer für Stimmbildung. Mit Spiegel und Sprossenwand

Unser eigenes kleines Foyer

und so sieht ein Chorsaal aus! 

In der Beschreibung der Architektin klang das anscheinend noch anders. Ob die Wand so hohl bleibt werden wir noch sehen!

Hell wird der Raum mit so vielen Fenstern. Mit der Doppelschicht ist das sogar noch schalldicht.

Dachfenster, dann kann jeder was zum Wetter sagen

So viele Steckdosen!

Durch diese geniale Technik gehen die Kabel auch aus dem Schrank raus.

Da passt viel Licht hin! Zu den normalen Lampen kommt noch eine Schiene für Scheinwerfer 

 Natürlich gibt es auch noch andere Aufbewahrungsorte und sonstige Zimmer in der neuen Musikschule! Eine Art 'Theaterwohnung' findet man im dritten Stockwerk, wo Requisiten und Kostüme gelagert werden. Um's Eck und mit gesondertem Eingang gibt es wieder eine Werkstatt für große Teile.

Solche Räume gibt es im dritten Stock viele

Ich finde das hat was von Theaterwohnung.

Der Hintereingang zur Werkstatt


 Ich habe mir natürlich die Chance nicht entgehen lassen auch unsere Nachbarn zu besuchen. Das Jugendtheater hat auch eine schöne Probebühne unter dem neuen Malsaal.

Ganz in Schwarz kriegt die Theaterbühne Tanzboden und einen begehbaren Ring.

 Mehr aus dem Haus der Musik habe ich zwar noch nicht, aber in den nächsten Wochen darf der Chor C auch schonmal probesingen. Was für ein spannender Umzug!